Ergebnisse vom Bodensee-Cup 2010
Am Samstag den 13.März trafen sich 44 Kletterinnen und 71 Kletterer in Dornbirn zum ersten Bewerb des Bodenseecup. Der Vorarlberger Wettkletterverband, der ÖAV Dornbirn sowie die K1-Kletterhalle schafften es gemeinsam, den AthletInnen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich eine tolle Bühne für die Demonstration ihrer Kletterkünste zu bieten.
"Vorstieg" heißt die Kletterdisziplin, in der sich die Kletterer gemessen haben. Beinhart war das Ausleseverfahren im Bewerb. Auf jeweils 2 äußerst selektiven Qualifikationsrouten wurden je 8 Finalisten ermittelt. Dramatik und exzellente Klettertechnik bekamen die staunenden Zuschauern auf dem Weg ins Finale geboten. Mit dabei auch die heimische Kletterelite. Allen voran Lukas Köb, dem man am ehesten zutraute, das Finale zu erreichen. Ein kleiner Ausrutscher bringt ihn kurz vor diesem Ziel zu Fall. Als 11. verpasst er als bester Vorarlberger das Finale nur knapp.
Bei den Damen sind die Österreicherinnen und Schweizerinnen im Finale unter sich. Die Spannung liefern vor allem die Österreicherinnen. Sie belegen die ersten drei Plätze, mit der erst 16 Jahre alten Katharina Posch aus Imst in Tirol als Siegerin.
Posch Katharina |
Schwaiger Berit |
Eiter Angela |
Das Herrenfinale dominieren zahlenmäßig die Kletterer aus Deutschland. Als Höhepunkt des Tages lieferten sich die letzten drei Finalisten ein an Spannung und Kletterakrobatik kaum zu überbietendes Duell:
Der erst 17 jährige Deutsche Alexander Megos schafft es als erster Finalist mit seinem dynamischen und unglaublich präzisen Kletterstil bis in die Mitte des abschließenden, beinahe waagerechten Daches. Danach tritt Jakob Schubert an die Wand - Weltcupsieger und Führender der österreichischen Rangliste. Auch er erklimmt dynamisch und kraftvoll, fast spielerisch, die Meter bis zum Beginn des Daches. Was er aber auf den letzten 6 Metern bis zum Ende der Route vollbringt, lässt die Zuschauermenge zuerst staunen und schließlich lauthals jubeln. Als letzter Finalist wird der Schweizer Cedric Lachat hereingeführt. Wie bei Kletterwettkämpfen üblich, konnte er seinem Vorgänger nicht zusehen, aber der Jubel in der Halle macht ihm deutlich , wie hoch dieser die Latte gelegt hat. Lachat ist ein erfahrener Kletterer, der sich seit Jahren im Kreis der weltbesten Athleten behauptet. Man spürt seine Routine. Die überlegt und ruhig ausgeführten Züge verraten nicht, dass ihn die Schwierigkeiten der Route bis an seine Grenzen führen. Nach zwei Dritteln der Route legt er eine Pause ein. Ein Zeichen von Schwäche? Ein taktischer Schachzug, um danach das Dach in einem Zug zu durchsteigen? Nach einer Minute klettert er weiter, schafft den Einstieg ins Dach und … eine weitere Rast! Nur 8 Minuten hat ein Kletterer Zeit, das Ziel, das TOP zu erreichen! Lachat kämpft, er will sich der Route nicht geschlagen geben, aber er verliert … gegen die Zeit. Jubelnde Zuschauer danken ihm für seinen Einsatz und seine großartige Klettervorführung.

Schuber Jakop |
Megos Alexander |
Lachat Cédric |
Die heimischen Kletterfans feierten die tollen Leistungen noch bis spät in die Nacht bei der abschließenden Party in der Kletterhalle. Und mit den Juniorcup am kommenden Samstag wartet schon der nächste sportliche Leckerbissen auf die Fan
Roland Zarwasch